Linda Indergand: „YOG waren super Erlebnis“

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yog_2010_cycling_mtb_linda_indergand_kleinDie Schweizer Delegation der Youth Olympic Games kam am letzten Freitag aus Singapur zurück in die Schweiz. Linda Indergand war im Radsport die überragende Athletin. In ihrem Tagebuch berichtet die Urnerin über die YOG, ihre ersten erfolgreichen Erfahrungen mit dem BMX und der Wehmut, dass es im Radsport keine Einzelmedaillen zu gewinnen gab.

Von Linda Indergand

Ich wohne in Silenen im Kanton Uri und ich bin Mountainbikerin. Für die Youth Olympic Games wohne ich im Athletendorf in Singapur und bin Mountainbikerin, BMX- und Rennradfahrerin. Rennradfahren, das liegt mir nicht fern, aber ich hatte vor den Jugendspielen hier noch nie ein BMX-Rennen bestritten.

Dass ich dann gleich den Final erreichen würde, damit habe ich und wohl auch sonst niemand gerechnet. Aber ich fühlte mich einfach von Runde zu Runde wohler auf dem Parcours. Aber anfangs hatte ich schon sehr viel Respekt. Immerhin waren da noch sieben andere Fahrerinnen auf der Strecke.

youth_olypic_games_2010_cycling_linda_indergand_3_time_trial_c_syogoc.nuria_lingEin ähnliches Erlebnis hatte ich bereits einmal: Es war an einem Mehrländer-Wettkampf in Frankreich. Da mussten wir auf einem Bike Cross Country, Trial und Downhill fahren. Für das Downhill-Rennen hatten wir aber keine entsprechende Ausrüstung dabei. Also fragten wir bei den anderen Nationen nach. Von Frankreich bekam ich Pedale und vom deutschen Team einen Helm. Der war aber eigentlich viel zu gross. Also mussten wir ihn mit Schwämmen ausstopfen. Das muss lustig ausgesehen haben. Jedenfalls haben mich die anderen Fahrerinnen und Fahrer ausgelacht. Aber das Rennen habe ich trotzdem gewonnen. Wer zuletzt lacht, lacht eben am besten. Umsatteln will ich trotz der guten Erfahrungen in den anderen Rad-Disziplinen doch nicht.

Jetzt sind die Wettkämpfe an den Youth Olympic Games für mich zu Ende. Es war ein super Erlebnis. Aber es war schade, dass ich für meinen ersten und zweiten Platz keine Medaillen erhalten habe, weil wir nur eine einzige (Team-)Wertung hatten. Trotzdem bereue ich es nicht, dass ich mich für die Youth Olympic Games und gegen die Junioren-Weltmeisterschaften in Kanada entschieden habe. Und ich hoffe, dass ich irgendwann wieder bei Olympia dabei sein werde – dann bei der Elite. Noch nicht 2012 in London, aber vielleicht 2016 in Rio de Janeiro. (Aufgezeichnet von Christoph Emch)


Quelle: Swiss Olympic
(30.08.2010)
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